Information - Fallbeispiele

Diese Seite dokumentiert Saatgut-Risiken, Kontaminationsfälle und Erfolgsmeldungen der gentechnikfreien Saatgutarbeit am Beispiel besonders durch GVO gefährdeter Kulturarten.

 

Mais

Chile: Gentech-Saat für den Export kontaminiert konventionellen Mais

In Chile hat Gentech-Mais für den Saatgutexport benachbarte konventionelle Maisfelder in kontaminiert. Eine Untersuchung des Instituts für Ernährung und Lebensmittel-Technologie (INTA) der Universität von Chile zeigt, dass Mais aus den Gemeinden Placilla, Santa Cruz und Chimbarongo kontaminiert wurde. Veranlasst wurde die Untersuchung durch das Programa Chile Sustentable (Programm Nachhaltiges Chile) und die chilenische Fundación Sociedades Sustentables (Stiftung Nachhaltige Gesellschaften). “Mit dieser Studie wird zum ersten Mal nachgewiesen, dass in den Feldern und Kulturen Chiles gentechnische Kontamination vorhanden ist,“ sagt María Isabel Manzur von der Fundación Sociedades Sustentables.


Raps

Der kurze Weg vom Raps zum Kohl - Kontaminationsfall in Deutschland

Ende August 2007 wurden in Rapssaatgut Verunreinigungen mit gentechnisch verändertem Raps festgestellt. Das ergaben Kontrolluntersuchungen des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums. Auf etwa 1500 Hektar in Hessen, im Saarland, Rheinland-Pfalz, Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern hatten betroffene Bauern das verunreinigte Saatgut bereits ausgesät.

  • »  Kommentar der IG Saatgut vom 23.9.2007

Kartoffel

Freisetzung von Pharma-Kartoffeln ist verantwortungslos

Auf breite Ablehnung und heftigen Widerstand stößt die geplante Freisetzung von gentechnisch veränderten Kartoffeln, darunter zwei Pharma-Kartoffeln, der Universität Rostock an den beiden Standorten Thulendorf (Mecklenburg-Vorpommern) und Üplingen (Sachsen-Anhalt). SaatgutzüchterInnen und –erhalterInnen haben zusammen mit anderen Verbänden Einwand erhoben.

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»   Einwand gegen Pharma-Kartoffel

Mit NK603 verunreinigter Mais

Gentechnik-Maissaatgut wurde illegal in sieben Bundesländern ausgesät

Der mit NK603 verunreinigte Mais wurde in sieben Bundesländern ausgesät, und zwar in Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Hessen. Am stärksten betroffen sind Bayern und Baden-Württemberg, wo nach Informationen der dortigen Behörden schätzungsweise 800 ha bzw. 600 ha bis 700 ha des Mais ausgesät wurden. In Niedersachsen wurden mehr als 200 ha ausgesät, und zwar im Bereich der Gewerbeaufsichtsämter Oldenburg, Osnabrück, Hildesheim und Cuxhaven.
Inzwischen haben sich die Bundesländer im Saatgutskandal auf ein einheitliches Vorgehen geeinigt: Die von den Verunreinigungen betroffenen Flächen sollen umgebrochen werden.

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Maissaatgut verunreinigt

Betroffen: Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Die Ergebnisse des bundesweiten Saatgut-Monitorings ergaben Kontaminationen mit der nicht zum Anbau zugelassenen Gentech-Linie NK603 bei Saatgutchargen. Betroffen sind Flächen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wo das Saatgut ausgesät wurde. NK603 hat eine Import-Zulassung als Lebens- und Futtermittel, der kommerzielle Anbau in der EU ist verboten.

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Verunreinigtes Mais-Saatgut

Gentechnik im Saatgut gefunden: Mehrere Bundesländer betroffen

In stichprobenartigen Saatgut-Untersuchungen der Bundesländer wurden 2010 erneut gentechnisch veränderte Organismen gefunden. Neun von 13 Bundesländern, die Saatgut-Tests durchführten, haben ihre Ergebnisse bis jetzt veröffentlicht. Bei 20 Proben in sieben Bundesländern wurden die Behörden bisher fündig (Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Hessen, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg). Verunreinigtes Saatgut bedroht den gentechnikfreien Anbau; die Aussaat von gentechnisch veränderten Maissorten ist in Deutschland verboten. Das verunreinigte Saatgut wurde vom Markt genommen.

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Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Radieschen

Radieschen

Gentech-Raps kann über verwandte Arten, wie Hederich, in Radieschen einkreuzen.