Informationen - Positionen

Hier finden Sie Stellungnahmen, Offene Briefe, Kommentare und Hintergrundpapiere der IG Saatgut. Sie sind geografisch geordnet.


Deutschland

Monsanto-Versuch mit Gentechnik-Rüben

Am 20.4.2011 hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) den von der IG Saatgut und anderen per Einwendung abgelehnten Monsanto-Versuch mit Gentechnik-Zuckerrüben genehmigt. Der Antrag wurde für eine Fläche bei Gerbitz (Nienburg Saale) gestellt, der Versuch wurde bis 2013 genehmigt. Im vereinfachten Verfahren könnten in den kommenden zwei Jahren weitere Flächen nachgemeldet werden.
Freisetzungsversuche mit Gentechnik-Zuckerrüben sind mit gentechnikfreiem Samenbau unvereinbar. Studien belegen, dass Unkrautrüben auch 19 bzw. 15 Jahre nach gentechnisch verändertem Anbau auftreten. Auskreuzungen von Zuckerrüben wurden in Entfernungen von bis zu 9,6 Kilometern nachgewiesen.


Gentechnik-Weizenversuch der Universität Rostock

21.1.2011 Die IG Saatgut hat mit anderen Verbänden Einwendung erhoben: Gegen die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen, welche die Universität Rostock mit einer zehn Jahre alten Textvorlage beantragt hat.

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Keine Schwellenwerte für GVO im Saatgut!

Schosser

Demo "Wir haben es satt!"

22.1.2011 Erhalterinnen, Saatguterzeuger und Züchterinnen der IG Saatgut haben auf der Demonstration „Wir haben es satt!“ gefordert: Diejenigen, die Gentechnik-Konstrukte in die Welt setzen, müssen für sämtliche Vorsorgekosten aufkommen! NULL Verunreinigung mit GVO im Saatgut und deshalb keine Schwellenwerte! Keine Gentechnik – nirgendwo!
Sie gaben dem Mangold das Wort.

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KWS Hauptversammlung

Redebeitrag KWS

Nicht entlasten - Redebeitrag Stefi Clar

16.12.2010 Aufsichtsrat und Geschäftsführung der KWS können nicht entlastet werden, befindet Stefi Clar von der IG Saatgut, tätig in Züchtung und Samenbau. Sie verweist auf Fallstricke und appelliert, eine langfristig gentechnikfreie Züchtung und Vermehrung sicherzustellen.

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»   Redebeitrag

Start der Alnatura-Kampagne

Vielfalt erleben - eine Initiative gegen Gentechnik

Am 15. Februar 2011 startet die neue Alnatura-Kampagne Vielfalterleben. Hintergrund der Kampagne ist die zunehmende Gefährdung der gentechnikfreien Landwirtschaft. Durch den Einsatz von GVO geraten vor allem die in Bedrängnis, die nichts mit Gentechnik zu tun haben wollen. Schon heute geben Erzeuger und Hersteller enorme Summen für die Kontrolle ihrer Waren aus, um unbeabsichtigte Genverunreinigungen auszuschließen. Ko-Existenz ist unmöglich; mehr und mehr kommt es bei Saatgut und Lebensmitteln zu Verunreinigungen, die uns allen keine echte Wahl mehr lassen. Der Mehrheit der Bevölkerung gefällt das nicht. Eine Studie des Bundesamts für Naturschutz (BfN) im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) vom Oktober 2010 kommt zu einem deutlichen Ergebnis: 87 Prozent der Deutschen lehnen Agro-Gentechnik ab. Diese Mehrheitsmeinung bei der Politik deutlich hörbar zu machen, hat sich die Initiative Vielfalterleben zum Ziel gesetzt.

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Erfolg im Kampf gegen Biopiraterie

Pelargonium-Patent widerrufen

Das Medikament Umckaloabo ist hierzulande als Mittel gegen Erkältung und Bronchitis bekannt. Das Pharmaunternehmen Schwabe, welches das Medikament herstellt, hat nun jedoch eine Niederlage in einem Patentrechtsstreitfall erlitten. Umstritten ist das Patent auf die Pflanze Pelargonium; aus einem Extrakt aus deren Wurzel wird das Medikament hergestellt. Das African Center for Biosafety und die Schweizer Organisation „Erklärung von Bern“ hatten dagegen beim Europäischen Patentamt Einspruch eingelegt. Der Vorwurf: Die Firma Schwabe lässt sich traditionelles Wissen aus Südafrika, aus der die Pflanze stammt, patentieren. Am 26. Januar haben die Nichtregierungsorganisationen Recht bekommen. Das Europäische Patentamt hat das Patent vollständig widerrufen.

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MON810-Verfahren ruht

Auch 2010 vermutlich kein MON810 auf deutschen Äckern

In diesem Jahr wird wahrscheinlich wieder kein Gentech-Mais auf deutschen Äckern stehen. Das Verwaltungsgericht Braunschweig hat Ende vergangener Woche das „Ruhen des Verfahrens“ in Sachen Monsanto angeordnet. Monsanto hatte nach Ilse Aigners (CSU) Verbot des Gentech-Mais MON 810 das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verklagt. Nun scheinen sich Aigner und Monsanto darauf geeinigt zu haben, sich erst einmal außergerichtlich zu verständigen. Beide Parteien haben beantragt, das Verfahren ruhen zu lassen.

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Gentechnisch veränderter Weizen

Hintergrundbroschüre zu den Freisetzungsversuchen in Gatersleben erschienen

Pünktlich zur Verhandlung in der Berufungsinstanz der Schadensersatzklage (4. Mai 2010, Oberlandesgericht in Naumburg) gegen die sechs Beklagten, die im April 2008 den umstrittenen Freisetzungsversuch von gentechnisch verändertem Weizen in der Genbank Gatersleben stoppten, erscheint nun die Hintergrundbroschüre: „Risiken und Nebenwirkungen – die Genbank Gatersleben und die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen“. Trotz breitem Protest hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz- und Lebensmittelsicherheit (BVL) diesen risikoreichen Weizenfreisetzungsversuch 2006 genehmigt. Der gentechnisch veränderte Weizen durfte in unmittelbarer Nähe zu den Vermehrungsflächen alter Getreidesorten der Genbank Gatersleben freigesetzt werden und gefährdete damit die Akzessionen der Genbank. Gatersleben ist eine der weltweit umfangreichsten Genbanken für Kulturpflanzen aus aller Welt, speziell für Weizen- und Gerstensorten.

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Bundesrat sägt an der Saat

Saatgut muss gentechnikfrei bleiben!

Hannover, 3.3.2011. „Wer vorschlägt, Gentechnik-Kontaminationen im Saatgut zu dulden, sägt an den Grundpfeilern der gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung“, warnen IG Saatgut, AbL, die Gentechnikfreien Regionen in Deutschland und das Bündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Bremen Hamburg.

Hintergrund ist, dass der Agrarausschuss des Bundesrates am 28.02.2011 in einem Entschließungsantrag die Bundesregierung bitten will, die NULL-Kontamination von Saatgut mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) durch eine Verwaltungsvorschrift abzuschaffen. Antragssteller waren die Landesregierungen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Der Bundesrat wird voraussichtlich am 18.3.2011 darüber entscheiden.

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Biodiversitätsstrategie des BMELV muss Gentechnikfreiheit sichern

Den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 zu stoppen, hat sich die EU zum Ziel gesetzt. Damit ist auch die Kulturpflanzenvielfalt gemeint. Der Schutz vor Einkreuzungen gentechnisch veränderter Pflanzen ist in diesem Zusammenhang eine wesentliche Aufgabe. Doch das BMELV geht in seinen Vorschlägen für eine Sektorstrategie Agrobiodiversität nur einmal am Rande auf die Gefahren durch gentechnisch veränderte Pflanzen und ihre Einkreuzungspotenziale in die bestehende Vielfalt der Kulturpflanzen ein. Erforderlich sind klare Maßnahmen, wie die Kulturpflanzenvielfalt in Gärten, auf Höfen und in Genbanken ohne Verunreinigung durch gentechnisch veränderte Pflanzen gesichert werden kann:

  • »  Stellungnahme zur BMELV-Vorlage einer Sektorstrategie im Bereich der Agrarbiodiversität


 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Paprika

Paprika

Versuche mit Gentech-Paprika sind aus den USA und China bekannt.