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Beim Saatguthersteller Sanatechseed werden die ersten Pakete gepackt. Das japanische Unternehmen verschenkt seit Mai Tomatensetzlinge an Freizeitgärtner. Mehr als 5000 Menschen haben sich auf das Angebot der Firma beworben. Sie nehmen an einem nationalen Test der neuen Pflanzen teil. Die Tomaten, die sie im eigenen Garten anbauen, sollen ihre Gesundheit stärken. Das Gewächs ist gentechnisch verändert. Die Früchte enthalten besonders viel γ-Aminobuttersäure, besser bekannt als GABA, eine Substanz, die den Blutdruck senken kann und allgemein beruhigend wirkt. Nach Angaben des Herstellers produziert die Tomate vier- bis fünfmal höhere GABA-Mengen als normale Früchte. GABA wird in vielen Industrienationen als Anti-Stress-Mittel zur Nahrungsergänzung verkauft.

Sanatechseed will mit seiner Geschenkaktion „die Zweifel der Verbraucher an gen-editierten Nutzpflanzen ausräumen und zur Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz der Genome-Editing-Technologie beitragen“, heißt es in einer Pressmitteilung. „Wir haben es nicht eilig, die Tomate kommerziell einzuführen, das Wichtigste ist, den Verbraucher zu überzeugen", sagte Shimpei Takeshita, Präsident von Sanatechseed, beim globalen Tomatenkongress im Februar. Die GABA-Tomate ist ein Abkömmling der beliebten Sorte „Sicilian Rouge“.

Bis zum Winter will das Unternehmen dann auch Bauern davon überzeugen, die gesündere Tomate im Vertragsanbau anzubauen. Deren Ernte soll vollständig zu Tomatenpüree verarbeitet werden und im Supermarkt höhere Preise erzielen als die Konkurrenz. Anders als in der EU muss das Produkt in Japan nicht speziell gekennzeichnet werden.

Quelle: Riffreporter.de

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