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Aktuell

Noch bis zum 22. Oktober können alle EU-Bürgerinnen und Bürger sich an einer Konsultation der EU-Kommission beteiligen. Sie will bestimmte Verfahren der neuen Gentechnik aus dem bisherigen Gentechnikrecht herausnehmen und hat ihren Fahrplan für dieses Vorhaben zum Kommentieren ins Netz gestellt. Zahlreiche Organisationen haben die Menschen aufgerufen, sich an der Konsultation zu beteiligen und ihren Protest gegen die Kommissionspläne zum Ausdruck zu bringen.

Bereits in ihrer im April 2021 vorgelegten "Studie" zu neuen gentechnischen Verfahren hat die Kommission durchblicken lassen, dass sie das Gentechnikrecht zugunsten der neuen Technologien "anpassen" will. Mit der am 24. September begonnenen Konsultation hat sie ihre Pläne präzisiert und mitgeteilt, dass sie die bisherige Gentechnik-Gesetzgebung so verändern will, dass bei Pflanzen, die „durch gezielte Mutagenese und Cisgenese gewonnen“ wurden, die bisherige Risikobewertung, das Monitoring und die Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Organismen entfällt.

Diese Umschreibung schließt die meisten Anwendungen der neuen Gentechnik ein, auch solche, bei denen zahlreiche Änderungen in einem Pflanzengenom vorgenommen werden. Außen vor bleiben lediglich Anwendungen, bei denen "fremdes Erbgut", etwa von Bodenbakterien, eingebracht wurde. Detaillierter hat die Kommission ihre Pläne nicht ausgeführt, sondern nur die nächsten Schritte mitgeteilt, die eine große öffentliche Konsultation im zweiten Quartal 2022 umfassen und in einen Verordnungsvorschlag der Kommission im zweiten Quartal 2023 münden sollen.

Die IG Saatgut ruft zusammen mit weiteren Organisationen deshalb europaweit die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, schon jetzt ihren Protest gegen eine Deregulierung deutlich zu machen und sich an der Konsultation zu beteiligen. Am einfachsten geht eine Beteiligung über die unten aufgeführten Organisationen, die die Kampagne Keep GMO out of our food unterstützen. Auf den Webseiten finden sich Formulare, über die man sich am Feedback-Mechanismus der EU-Kommission einfach und schnell beteiligen kann. 

Quelle und mehr Informationen: Informationsdienst Gentechnik

 

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