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Systemwandel & Alternativen

Andere landwirtschaftliche Systeme, in denen nicht die Profite, sondern die Bedürfnisse von Mensch und Natur im Vordergrund stehen, werden sich nur entwickeln lassen, wenn Bäuerinnen, Bauern und Züchter*innen einen freien Zugang zu einer möglichst grossen Saatgutvielfalt haben. Deshalb ist die gentechnikfreie Saatgutarbeit so wichtig: nur auf diese Weise lassen sich eine unabhängige, bäuerliche Saatgutarbeit und eine ökologische Pflanzenzüchtung – zwei wesentliche Bausteine des Umbaus – erhalten und fördern. Radikal umgebaut werden müssen auch die Rahmenbedingungen: die Kulturpflanzenvielfalt darf nicht länger privatisiert werden, sondern muss als Gemeingut allen Menschen frei zur Verfügung stehen.


Die IG Saatgut setzt sich dafür ein, dass...

  • eine gentechnikfreie Saatgutarbeit als wichtiger Baustein einer radikal anderen Land- und Lebensmittelwirtschaft erhalten bleibt;

 

  • die Zusammenhänge zwischen Gentechnik, Patenten und industrialisiertem Agrarmodell erkannt, diskutiert und kritisiert werden.

Systemwandel statt Hype einzelner Technologien

Die neuen Gentechnik-Pflanzen führen das industrielle Agrarsystem fort und bauen es weiter aus. Alternative Ansätze wie die gemeingüterorientierte Ökozüchtung bergen dagegen großes Potenzial, unsere Ernährungssysteme auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen. Dabei stoßen sie jedoch an die Grenzen des bestehenden Systems. In ihrem Artikel, der in Forum Umwelt und Entwicklung (2/2019) erschienen ist, führen Eva Gelinsky und Stefanie Hundsdorfer (beide: IG Saatgut) aus, dass wir, statt auf einzelne (Gen-)Technologien zu setzen, einen radikalen Systemwandel benötigen, um der Vielzahl unterschiedlicher Ansätze für alternative Landwirtschafts- und Ernährungssysteme weltweit Rückenwind zu verleihen.

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10.02.2021

Mehr Spielraum auf kleiner Fläche

Wie kann die Landwirtschaft auf den Klimawandel reagieren? Bietet der Ökolandbau Lösungen? In einem Interview, das Pia Volker vom Gen-ethischen Netzwerk mit einem Biolandwirt aus Brandenburg geführt hat, wird klar, dass die Landwirtschaft mit verschiedenen Problemen konfrontiert ist, die einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz erfordern.

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